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Licht aus - Stromkosten runter?

Nachhaltigkeit lässt Kommunen und Unternehmen sparen

Erstellt: Freitag, 14.10.2022
Licht aus - Stromkosten runter?

Dank moderner Leuchtmittel wie LEDs halten Lampen heute nicht nur länger - sie verbrauchen auch deutlich weniger Strom.Foto: txn 123rf/vzbv

Alle müssen Energie sparen – auch Kommunen und Unternehmen. Welcher Weg ist der beste? Beleuchtung von Straßen reduzieren, an Fassaden ausschalten, Umrüstung auf LED oder Vernetzung? Die Brancheninitiative licht.de rechnet vor, wieviel Strom nachhaltiges Licht sparen kann.

In der kommunalen Lichtversorgung macht die Straßenbeleuchtung häufig bis zu 50 Prozent am Gesamtstromverbrauch aus. In kleinen Gemeinden sind es oft sogar noch mehr. „Nach Schätzung von licht.de sind jedoch erst 45 Prozent der deutschen Lichtpunkte auf effiziente LED-Technik umgerüstet", so Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer der Brancheninitiative. LEDs können in Kombination mit modernem Lichtmanagement gegenüber einer herkömmlichen Beleuchtung mit Halogen-Metalldampflampen bis zu 80 Prozent Strom und Betriebskosten sparen. Ein weiterer Kostenfaktor ist die arbeitsintensive Wartung konventioneller Straßenleuchten. Dank robuster, langlebiger LEDs und Lichtmanagementsystemen, die defekte Lichtpunkte sofort melden, sinkt der Wartungsaufwand signifikant.

Mehr Effizienz in der Außenbeleuchtung - ein Wechsel auf LED-Leuchten mit Lichtmanagement spart bis zu 80 Prozent Strom und Kosten.
Mehr Effizienz in der Außenbeleuchtung - ein Wechsel auf LED-Leuchten mit Lichtmanagement spart bis zu 80 Prozent Strom und Kosten.

Auch in deutschen Arbeitsstätten brennt das Licht; von frühmorgens bis spätabends, von montags bis freitags - und verbraucht dabei viel Energie. Mit tageslichtabhängig geregeltem Lichtmanagement können Energieverbrauch und Stromkosten nachhaltig reduziert werden, empfiehlt die Brancheninitiative licht.de. Energieeffiziente Lichtquellen und die regelmäßige Wartung der Beleuchtungsanlage helfen, den Stromverbrauch zu senken.

Richtig effizient wird es mit einem Lichtmanagementsystem: Über Tageslichtsensoren stimmt es die Beleuchtung automatisch auf das natürliche Licht ab. Mit einem Lichtmanagementsystem verbunden, aktivieren Präsenzmelder und Bewegungssensoren die Beleuchtung immer nur dann, wenn ein Raum auch genutzt wird. Per Zeitschaltung erlischt automatisch das Licht bei Abwesenheit - ein wirksames Mittel gegen unnötigen Energieverbrauch. Mit Präsenz-, Tageslichtsteuerung und einer professionellen Lichtplanung lassen sich gegenüber Altanlagen aus den 80er-Jahren bis zu 80 Prozent Energie einsparen - bei deutlich besserer Lichtqualität.

In Privathaushalten wurden in den letzten zehn Jahren bereits viel in Sachen nachhaltiges Licht getan. Aber Hand aufs Herz: Wurde bei der Umrüstung auch an die Kellerräume gedacht? Wenn hier eine Lampe vergessen wurde und die Glühbirnen dann tagelang weiterleuchten, sind die Sparbemühungen schnell wieder ausgehebelt. Optimal sind hier LED-Leuchten mit Bewegungsmeldern.

Information
Wissenswertes zur LED

Die Leuchtkraft der LEDs wird in der Maßeinheit „Lumen“ angegeben. Beratungsstellen wie etwa die Energieberatung der Verbraucherzentrale halten Lampenkarten bereit, an denen sich ganz leicht ablesen lässt, wie viel Lumen die neue LED haben sollte, um die gewünschte Leuchtkraft der alten Watt-Glühlampe zu ersetzen. Eine gute Beleuchtung hängt jedoch nicht nur von der Leuchtkraft ab. Die richtige Atmosphäre entsteht erst, wenn auch die Lichtfarbe stimmt. Diese sogenannte Farbtemperatur wird in Kelvin (K) angegeben. Lampen mit 2.700 Kelvin leuchten ähnlich wie die herkömmlichen Glühlampen warmweiß. Lampen mit mehr als 5.000 Kelvin erzeugen ein sachliches Licht. Auch hier helfen Lampenkarten, die passende Beleuchtung zu finden. Weitere Tipps zum Energiesparen mit LEDs gibt es online unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de .

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