Von Mirko Luis
Nach Corona-bedingter Unterbrechung startet am Sonntag um 18 Uhr vom Anger nun auch wieder der große St. Martinsumzug zum traditionellen Hünfelder Martinsmarkt. Der führt Richtung Hauptstraße, dann am Rathaus vorbei, die Töpferstraße entlang und von dort aus in die Mittelstraße, wo die Kinder vom Hünfelder City-Marketing-Team eine Gebäckspezialität erhalten werden. Worauf sich Besucher aus nah und fern noch freuen können, das verriet Isabel Heller, Geschäftsführerin vom City-Marketing Hünfeld, in nachfolgendem Interview.
Womit wird uns der Hünfelder Martinsmarkt in diesem Jahr in ein Stimmungshoch versetzen?
Man kann sich sowohl in den Geschäften des stationären Einzelhandels als auch an den zahlreichen Marktständen schon mal ganz gut auf die dunkle Jahreszeit einstimmen. Kulinarische Köstlichkeiten, regionale Erzeugnisse, Kunsthandwerk, Dekoartikel für Haus und Garten, modische Accessoires, Gewürze, Honig und Nützliches sind am Martinsmarkt erhältlich. Die Hünfelder Fachgeschäfte bieten dazu die neuesten Herbst-/ Winter-Trends und lösen vielleicht ganz spontan den ein oder anderen Wunsch aus, der zu besonderen Angeboten unserer Händler auch direkt erfüllt werden kann. Zudem warten Dutzende Stände mit einem üppigen Angebot auf. Dann kann man, hoffentlich bei passendem Wetter, den ersten Glühwein genießen und mit einer Tüte warmer, gebrannter Mandeln in der Hand durch die Innenstadt schlendern, shoppen gehen und im Café oder Restaurant einkehren.
Warum sind trotzdem gerade jetzt solche Events wie der verkaufsoffene Sonntag für den Hünfelder Einzelhandel wichtig?
Die verkaufsoffenen Sonntage sind generell ein äußerst wichtiger Frequenzbringer für den stationären Handel. Die Chancen, dass die Händler mal wieder zahlreiche Kunden im Laden haben, stehen dazu gut. Wer geht nicht gerne mal am Wochenende shoppen, wo es keinen Druck eng Termine getakteter gibt? Das gilt für den Samstag, aber noch mehr für den Sonntag.
Ist der Martinsmarkt Hünfeld eigentlich auch ein beliebter Kommunikationsort mit familiärem Flair?
Absolut, er ist auf alle Fälle eine gute Plattform für die Pflege des sozialen Miteinanders. Gerade nach der langen Pandemie-Zeit genießen die Leute das Gesellige sehr. Sich einfach mal treiben zu lassen und zum Einkaufen und Genießen in die Innenstadt zu schlendern, ist für die meisten Einheimischen und Gäste ein wichtiger Besuchs-Anreiz. Der Markt bietet Gelegenheit, neue Erlebnisse mit seiner Familie zu teilen. Oder sich endlich mal wieder mit seinen Freundinnen und Freunden zu verabreden, um gemeinsam loszuziehen und die rund um das Rathaus zu spürende Lebendigkeit der Stadt zu genießen.

Der Martinsmarkt Hünfeld hat sicher treue Stammbesucher aus dem Hünfelder Land - zieht er auch auswärtige Gäste an, wie groß ist seine Strahlkraft?
Definitiv groß, sie reicht weit über die Region Hünfeld hinaus. Ähnliches gilt für unseren Frühlingsmarkt und die Hünfelder Landpartie. In den vergangenen Jahren konnten wir verstärkten Zuspruch bei Anreisenden aus dem Geisaer Amt, aber auch aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg, dem Schlitzerland, der Stadtregion Fulda und Petersberg sowie Neuhof, Schlüchtern und Eichenzell beobachten. In diesem Jahr rechnen wir wieder mit dichtem Gedränge inmitten des Markt-Trubels.
In wessen Händen liegt eigentlich die Organisation und Durchführung der zweitägigen Veranstaltung?
Da möchte ich an erster Stelle den Chef-Organisator Volker Richter nennen. Der hat seit dem Jahr 1993 die Regie inne und betreibt mit seiner Familie auch verschiedene Marktstände im kulinarischen Bereich. Bei der Organisation solcher Märkte sind Flexibilität und Gelassenheit gefragt. Es gibt Markthändler, die sich erst drei Tage vor Beginn des Marktes zur Teilnahme entschieden - und Glück haben, weil zum Beispiel ein anderer Händler krankheitsbedingt abspringen musste.
Ab wann läuft für jedermann sichtbar der Countdown fürs Event?
Ab Freitag ist die Innenstadt abends gesperrt - hier beginnen die Markthändler schon mit dem Aufbau, sodass die Stände am Samstag startklar sind und der Markt pünktlich eröffnet werden kann.
Im Vogelsbergkreis gibt es Salzekuchen, in Schlitz leckere Brände und Whisky und rund um die Wasserkuppe ofenfrisches Rhöner Bauernbrot - was mag der Hünfelder besonders gern?
Unser Aha Excelsior Kräuterlikör reiht sich da vom Bekanntheitsgrad sicher in die gleiche Liga ein - ist aber ein generelles Aushängeschild Hünfelds. Sehr gut in die Jahreszeit passt der Calvados-Punsch, den der Lions-Club Hünfeld seit Jahren zum Martinsmarkt ausschenkt. Der Erlös dazu kommt karitativen Zwecken zugute. Der verkaufsoffene Sonntag ist für die heimische Gastronomie ebenso wichtig: Wer zum Beispiel im Schützenhof ein Steak essen möchte, oder dem neuen Café ,,Panda" einen Besuch abstattet, der wird aufmerksam, welche Qualität und Vielfalt auch im Kulinarischen in Hünfeld zu finden ist.
Und worauf freuen Sie sich besonders?
Ich freue mich in jedem Fall auf meine Tüte gebrannte Mandeln und auf die Teilnahme am Sankt Martins-Umzug mit meinen Kindern. Leider war dieser in den Jahren 2021 und 2020 aufgrund der Pandemie-Bestimmungen ausgefallen. Es ist einfach toll, in glänzende Kinderaugen zu blicken, wenn diese sich mit ihren selbstgebastelten Eltern, und Freuden einreihen. Begleitet wird der Laternenumzug von der Bläsergruppe unter der Leitung von Martin Gensler. Nicht fehlen dürfen St. Martin mit seinem Mantel hoch zu Ross, denn natürlich ist die Veranschaulichung der wunderbaren Geschichte des heiligen St. Martin Höhepunkt des Wochenendes.